Boys‘ und Girls‘ Day am 25.04.2024

17. Mai 2024

Am 25.04.2024 fand der „Boys‘ und Girls` Day“ statt. Auch die 250 Schülerinnen und Schüler der 6. und 8. Klassen der Mörike-Realschule nahmen an dem bundesweiten Aktionstag zur klischeefreien Berufsorientierung teil. Ziel war es, dass Jungen an diesem Praktikumstag in soziale Berufsfelder und Mädchen in technische Berufe hineinschnuppern können. In einem Bericht stellen die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen zusammen und berichten von diesem spannenden Tag in der Arbeitswelt in ihren Klassen darüber.

Für die Schülerinnen und Schüler, die keinen Betrieb für ihr Praktikum gefunden hatten, fand der Aktionstag in der Schule statt. Zunächst machten sie sich bewusst, dass es viele geschlechterspezifische Vorurteile bei der Berufswahl gibt. In einem kurzen Film erzählten junge Männer über ihre Erfahrungen in sozialen Berufen über ihre Arbeit in typischen Frauenberufen, wie z.B. Pflegefachkräfte, Erzieher, … und ihre Freude an diesen Tätigkeiten und vermittelten einen ersten Eindruck in soziale Berufe. Anschließend machten die Jungen einen Online-Test zum Thema „Wie sozial bist du?“ Auffällig war, dass bei fast allen Jungen herauskam, dass sie für soziale Berufe geeignet sind, was sie teilweise doch überrascht hat.

In den nächsten beiden Schulstunden setzten sie sich mit der Aufgabenverteilung im privaten Leben auseinander, also, wer im Haushalt welche Aufgaben erledigt und welches Elternteil (zusätzlich?) einem Job außer Haus nachgeht. Um den Wert der unbezahlten Hausarbeit, die leider immer noch zum großen Teil von den Müttern erledigt wird, besser kennen und schätzen zu lernen, durften die Jungen anschließend einen Haushaltsparcours durchlaufen, bei dem sie bügelten und auch erfolgreich (!) Knöpfe annähten.

Die Mädchen, die keinen Praktikumstag in der realen Arbeitswelt erleben konnten, bekamen in der Schule von Lehrkräften der Mörike-Realschule einen Einblick in MINT-Berufe. Berufsfelder zu Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften werden von Mädchen immer noch oft zu wenig in ihrer Berufswahl berücksichtigt. Bei einer abschließenden praktischen Einheit zum Programmieren zeigte sich, dass die Mädchen solche Tätigkeiten erfolgreich bewältigen konnten und es ihnen Spaß machte. Wir sind gespannt, wofür sich die Jungen und Mädchen für ihr einwöchiges Berufspraktikum entscheiden werden.